Ihre Aufgabe
Erstellen Sie eine klare Lösungsskizze – was genau machen Sie? Wie funktioniert es?
Nicht: Warum funktioniert es. Sondern: Was muss eine Fachperson tun, um die Erfindung auszuführen?
Wichtige Regel für Erfindungsbeschreibungen
- „Do not describe why something works, but rather what one must do so that it works."
- Beschreiben Sie die Schritte – nicht die Theorie dahinter
- Zielgruppe: eine durchschnittlich qualifizierte Fachperson („average person skilled in the art")
- Keine Seiten voller Gleichungen – nur das Nötige
Beispiel
Einweg-Pflasterelektrode, die den Blutzucker nichtinvasiv per Impedanzspektroskopie in Echtzeit misst und Bewegungs- sowie Feuchteeinflüsse kompensiert.
Vorher („Warum" – zu wissenschaftlich): Es funktioniert, weil die Impedanzspektroskopie Änderungen der elektrischen Eigenschaften von Haut und Interstitium erfasst, die mit der Glukosekonzentration korrelieren, und ein Modell die glukosebedingten Signale von Bewegungs- und Feuchteeinflüssen trennt.
Nachher („Was tun" – hier genau richtig): „Damit es zuverlässig funktioniert, braucht es stabilen Hautkontakt und definierte Elektrodengeometrie, eine Mehrfrequenz-Anregung mit Referenzkanal, Sensorik/Algorithmen zur Kompensation von Bewegung und Schweiß sowie eine individuelle Kalibrierung und regelmäßige Validierung."
Unterschied: Das erste erklärt den Mechanismus. Das zweite beschreibt, was man tun muss und was passiert – ohne Theorie.
Komponenten und Ablauf
- Aus welchen Komponenten besteht Ihre Lösung?
- Wie interagieren sie? (Ablauf, Datenfluss)
- Welche Eingaben braucht man? Welche Ausgaben erhält man?
Notieren Sie Ihre Lösungsskizze (Eingabe, Schritte, Ausgabe):
Warum vs. Was
- "Warum" = wissenschaftlich.
- „Was" = hier genau richtig. Gleichungen nur, wenn unverzichtbar.